Gefährdungsbeurteilung von Gefahrstoffen mit BITqms

Nicht nur in der chemischen Industrie, sondern auch in zahlreichen gesundheitlichen Einrichtungen werden vielerlei chemische Stoffe eingesetzt. Dabei kommen die Beschäftigten vielfach mit Stoffen, die Gefahrstoffeigenschaften besitzen, in Kontakt. Der Umgang mit solchen Gefahrstoffen wird hierbei in der Gefahrstoffverordnung (GefStoffV) geregelt. Wie Sie eine Gefährdungsbeurteilung in BITqms durchführen, lernen Sie im Folgenden.

Diese fordert zum Wohle der Arbeitnehmer, Patienten sowie der Umwelt eine Gefährdungsbeurteilung, die entsprechend dokumentiert werden muss, um Festlegung, Umsetzung und Wirksamkeit von Maßnahmen für Dritte (z.B. Behörden) transparent zu gestalten. Die Beurteilung der Gefahrstoffe wiederum beschäftigt sich mit möglichen Risiken durch Einatmen, Hautkontakt, Brand und Explosion. Zusätzlich werden in der Beurteilung auch die Umwelteinflüsse des Gefahrstoffs berücksichtigt.

Dabei liegt das übergeordnete Ziel der Gefährdungsbeurteilung darin, Maßnahmen festzulegen, die die Sicherheit und Gesundheit der Arbeitnehmer mit vorbeugenden wie auch korrigierenden Maßnahmen schützen sollen.

Sieben Schritte der Gefährdungsbeurteilung.

Eine Gefährdungsbeurteilung läuft in sieben Schritten ab, die alle mit BITqms abgebildet werden können. Auf diesem Weg werden alle gesetzlichen Vorgaben, die an die Beurteilung von Gefahrstoffen gestellt werden, nachweislich erfüllt.

Gefährdungsbeurteilung mit BITqms.

Neben der regelmäßigen Beurteilung von bereits vorhandenen Stoffen erfordert die Einführung neuer Gefahrstoffe oder die Änderung von Arbeitsverfahren jeweils eine neue Gefährdungsbeurteilung, die ebenso dokumentiert werden muss. Viele Einrichtungen führen diese Prüfungen papierbasiert durch, sodass schnell unübersichtliche Dokumentationssammlungen entstehen.

Mit BITqms kann die Gefahrstoffbeurteilung digital durchgeführt werden, sodass alle zugehörigen Informationen und Dokumente zentral hinterlegt sind und von überall eingesehen werden können.

Werden Dokumente aktualisiert, erhalten die entsprechenden Personen eine E-Mail-Benachrichtigung und müssen bei Bedarf das Lesen bestätigen, um die Kenntnisnahme der Änderungen zu gewährleisten und zu dokumentieren.

Die Gefährdungsbeurteilung selbst wird in Form eines Audits geplant und durchgeführt. Um allen gesetzlich geforderten Ansprüchen tatsächlich gerecht zu werden, wird zuerst ein spezifischer Fragenkatalog mit entsprechenden Antwortmöglichkeiten angelegt. Dieser Fragenkatalog beinhaltet somit alle gesetzlichen und zudem intern relevante Aspekte der Gefährdungsbeurteilung.

Wiederkehrende Beurteilungen können zudem durch die Planung terminiert und so deren Durchführung sichergestellt werden. Die Ausführung der Gefahrstoffbeurteilung und die Beantwortung der Fragen selbst kann anschließend im geplanten Intervall sogar mobil vor Ort erfolgen.

Die antwortabhängige Ableitung von Maßnahmen stellt die unmittelbare Abwendung von Gefahren sicher. Die Umsetzung eingeleiteter Maßnahmen kann anschließend mit einer Wirksamkeitsprüfung kontrolliert werden.

Durch einheitliche Antwortmöglichkeiten bietet BITqms die Option, direkt im Anschluss an die Beurteilung auch unternehmensübergreifende statistische Auswertungen durchzuführen.

Mögliche Gefahren festlegen und standardisieren.

Alle Fragen und Aspekte einer Gefahrstoffbeurteilung können spezifisch an die jeweiligen Einrichtungen angepasst werden. So können beispielsweise Fragen zur Hygiene im Umgang mit Gefahrstoffen, die Arbeitsbereiche und Tätigkeiten der Mitarbeiter, aber auch Fragen zu Gefährdungen durch Hautkontakt oder Einatmen beachtet werden.

Für die Fragen können dabei zudem Antwortmöglichkeiten sowie mögliche Feststellungen hinterlegt werden. Diese können dann bei der Durchführung der Gefährdungsbeurteilung ausgewählt werden, wenn sie zutreffen.

So bleibt auch bei verschiedenen Prüfern gewährleistet, dass das Augenmerk immer auf denselben Aspekten liegt und die Ergebnisse vergleichbar bleiben.

Maßnahmen zur unmittelbaren Gefahrenabwendung.

Schon im Erstellungsprozess einer Gefahrstoffbeurteilung lassen sich an den vordefinierten Antwortmöglichkeiten und Feststellungen Maßnahmen hinterlegen, die bei Auswahl einer Antwort (oder Feststellung) initiiert werden sollen.

So kann schon im Vorfeld festgelegt werden, welche Sicherheitsmaßnahmen in Kraft treten müssen, wenn beispielsweise mit giftigen Gasen oder explosiven Stoffen gearbeitet wird.

Nachdem die möglichen Gefährdungen bekannt sind, werden die Ergebnisse also unmittelbar genutzt, um Verbesserungsmaßnahmen für die Arbeitssicherheit abzuleiten, sodass die jeweiligen Mitarbeiter auf den Umgang mit dem entsprechenden Stoff vorbereitet werden.

Zudem können einzelne bzw. spezielle Maßnahmen angelegt werden, um angemessen auf unvorhergesehene Ergebnisse reagieren zu können.

Bei akuten Gefährdungen besteht zudem die Möglichkeit Sofortmaßnahmen vorzudefinieren, die umgehend und noch während der Beurteilungen zu realisieren sind, um ernste Gefahren unmittelbar abzuwenden.

Mobile Beurteilung – direkt vor Ort.

Nicht immer ist eine problemlose Netzwerkverbindung möglich.
Trotzdem kann die Gefahrstoffbeurteilung unkompliziert mit BITqms2Go vor Ort durchgeführt werden. Hierfür wird ein Tablet PC eingesetzt, welcher sowohl online als auch offline verwendet werden kann.

Die Synchronisation der Daten von BITqms mit BITqms2Go findet bei bestehender Internetverbindung statt. Anschließend kann die Beurteilung ohne Internetverbindung durchgeführt werden.

Fallen dem für die Gefährdungsbeurteilung zuständigen Mitarbeiter während der Beurteilung mögliche Sicherheitsrisiken auf, kann er diese per Foto, Sprachaufnahme oder Notiz direkt dokumentieren.

Nach der Durchführung werden alle erfassten Daten bei wieder bestehender Internetverbindung in BITqms übertragen und allen Bearbeitern so zur Verfügung gestellt.

Automatische Dokumentation und Vergleiche.

Die gesetzliche Grundlage fordert, dass ersichtlich sein muss, wann und von welchen Personen die Gefährdungsbeurteilung durchgeführt wurde.

Da die Beurteilung in BITqms nur über ein angemeldetes Benutzerkonto durchgeführt werden kann, wird somit automatisch der Nachweis zu Zeitpunkt und Person gewährleistet. Details zur Durchführung sowie die Ergebnisse der Beurteilung werden in BITqms an zentraler Stelle revisionssicher gespeichert und bleiben so nachvollziehbar dokumentiert – auch bei Überprüfungen durch externe Instanzen.

Zudem lassen sich die Ergebnisse im Anschluss der Beurteilung direkt grafisch auswerten, sodass wichtige Informationen auf den ersten Blick erkennbar sind. Übersichtliche Auswertungen der Ergebnisse nach bestimmten Kriterien und Vergleichsauswertungen sind auf Knopfdruck möglich.

Auch der Stand der abgeleiteten Maßnahmen lässt sich über verschiedene Berichte anschaulich darstellen.