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Glossar

Audit: lat., audire = hören

Prüfung von Prozessen, Aktivitäten, Ergebnissen hinsichtlich der Einhaltung von Vorgaben, Standards oder Richtlinien. Ein Audit kontrolliert und dokumentiert dies mit dem Ziel, die Effizienz und Qualität der geprüften Dinge zu optimieren sowie die Einhaltung wichtiger Qualitätsanforderungen sicherzustellen.

DMAIC-Methode:

Die DMAIC-Methode ist ein Zyklus, der eine Vorgehensweise mit fest definierten Projektphasen beinhaltet. DMAIC steht für Define – Measure – Analyze – Improve – Control (deutsch: Definieren – Messen – Analysieren – Verbessern – Steuern). Die Methode ist ein wichtiger Erfolgsfaktor zur strukturierten Durchführung von Six-Sigma-Projekten und Prozessoptimierungen.

European Foundation for Quality Management (EFQM):

Die European Foundation for Quality Management ist eine gemeinnützige Organisation, welche in den 90er Jahren gegründet wurde und das EFQM-Modell ins Leben riefen. Es handelt sich um ein Unternehmensmodell, welches eine einheitliche Sicht auf die entsprechende Organisation zeigen soll. Der Grundaufbau des Modells basiert auf den drei fundamentalen Säulen, nämlich die gleichzeitige Betrachtung von Menschen, Prozessen und Ergebnissen. Des Weiteren dient das Modell der Umsetzung des Total Quality Managements.

IMS-integriertes Managementsystem:

Bei einem integrierten Managementsystem sind verschiedene Managementsysteme zu einer Gesamtlösung verbunden. Durch die Verbindung mehrerer Systeme funktioniert ein IMS wesentlich effizienter, als solche die isoliert nebeneinander stehen. Die Hauptziele eines IMS ist die Optimierung der Prozessabläufe sowie Effizienz- und Qualitätssteigerung.

Ishikawa:

Der Chemiker Kaoru Ishikawa entwickelte 1943 das weltweit genutzte Ishikawa-Diagramm. Dieses Ursache-Wirkung-Diagramm ist eine Methode zur Problemanalyse und -lösung. Aufgrund seiner Gestaltung erinnert es an einen stilisierten Fisch, wobei die Gräten für die Hauptursachen des festgelegten Problems stehen. Der Kopf stellt hier das gemeinsam formulierte Problem oder Ziel dar.

ISO 9001:

ISO 9001 ist eine internationale Qualitätsmanagementnorm. Sie legt eine Reihe von Anforderungen fest, die es im Rahmen der Umsetzung eines allgemein anerkannten Qualitätsmanagementsystems im Unternehmen zu erfüllen gilt. Wesentlicher Bestandteil dieser Norm ist die Etablierung eines kontinuierlichen Verbesserungsprozess (KVP). So soll sichergestellt werden, dass ein Unternehmen ständig bemüht ist, die bereits erreichte Qualität zu steigern.

Jidoka-Prinzip:

Das Jidoka-Prinzip steht für eine autonome Qualitätssicherung durch proaktive Fehlervermeidung, -erkennung und -behebung. Grundlagen dafür sind Einrichtungen an Maschinen, die Produktionsfehler erkennen und anschließend die Produktion automatisch stoppen. Daraufhin wird das Personal informiert, damit der Fehler behoben wird. Ziel des Jidoka-Prinzips ist die vollständige Kontrolle der Fertigung und Produktion während des kompletten Produktionsprozesses. Es bildet neben dem Just-in-time-Prinzip wesentliche Bausteine des Toyota-Produktionssystems.

Just-in-time-Prinzip:

Das Just-in-time-Prinzip beschreibt eine Produktionsstrategie, bei der Materialien und Werkstücke erst zu dem Zeitpunkt geliefert werden, wenn sie benötigt werden. Dadurch reduziert sich das Umlaufvermögen des Unternehmens, allerdings erhöht sich auch die Abhängigkeit von den Lieferanten. Das Just-in-time-Prinzip wird auch bedarfssynchrone Beschaffung genannt.

Kontinuierlicher Verbesserungsprozess (KVP):

Der kontinuierlicher Verbesserungsprozess orientiert sich an dem japanischen Kaizen, welches die ständige Verbesserung aller Bereiche des Unternehmens anstrebt. KVP hat den Anspruch eines kontinuierlichen Verbesserungsprozesses und einer stetigen Verbesserung der Prozess-, Produkt-, und Servicequalität. Die damit verbundenen Ziele sind die Kostensenkung und die Qualitätssteigerung. KVP bildet daher die Basis für das Qualitätsmanagement.

Lean Management:

Lean Management ist ein Managementansatz, der sich insbesondere durch die Grundprinzipien der Dezentralisierung und Simultanisierung auszeichnet. Mithilfe dieses Managementansatzes können Unternehmen ihre Prozesse optimieren, Verschwendung reduzieren und ihre Wertschöpfungskette effizienter gestalten. Im Zentrum des Ansatzes steht eine stärkere Kundenorientierung bei konsequenter Kostensenkung.

Norm:

Norm kommt von dem lateinischen Wort „norma“, und bedeutet „Richtschnur“. Eine Norm bezeichnet die Formulierung von Regeln, Leitlinien oder Merkmalen durch die Gesellschaft oder durch eine anerkannte Organisation und deren Normengremien. Sie sollen auf den Ergebnissen von Wissenschaft, Technik und der Erfahrung basieren und zur Förderung optimaler Vorteile für die Gesellschaft dienen.

PDCA:

Der PDCA-Zyklus, auch Demingkreis genannt, ist ein universelles Modell zur Optimierung des Qualitätsmanagements in Unternehmen. Der PDCA-Zyklus besteht aus vier sich wiederholenden Phasen: Plan-Do-Check-Act.

Prozess:

Unter Prozess versteht man die Gesamtheit aufeinander einwirkender und über eine längere Zeit andauernde Vorgänge innerhalb eines Systems. Durch Prozesse werden zum Beispiel Materialien oder auch Informationen zu neuen Formen transformiert, gespeichert oder auch einfach nur transportiert.

Prozessmanagement:

Das Prozessmanagement beschäftigt sich mit der Planung, Dokumentation, Steuerung und Optimierung von Geschäftsprozessen. Neben der Realisierung der Unternehmensziele soll das Prozessmanagement ebenfalls die im Unternehmen vorliegenden Informationen bestmöglich nutzen, um die Wertschöpfungskette effektiver zu gestalten.

Qualitätsmanagement:

Umfasst alle Maßnahmen zur Planung, Überwachung, Steuerung und Optimierung von Prozessen in Unternehmen. Das Ziel hierbei ist es, eine bestimmte Qualität eines Produktes oder einer Dienstleistung zu erreichen, um so die Kundenanforderungen bestmöglich erfüllen zu können, sowie sich Marktanteile dauerhaft zu sichern und wirtschaftlich zu handeln.

Qualitätsmanagementsystem:

Qualitätsmanagementsysteme (kurz QMS) dienen der Unternehmensführung, um Prozesse hinsichtlich eines offiziellen Standards zu optimieren. Die allgemeinen Anforderungen werden in der internationalen Norm DIN/ISO 9001 festgelegt. Neben der allgemeinen Norm gibt es noch verschiedene branchenspezifische Vorgaben. Durch die Norm können Hersteller oder Lieferanten verschiedene Unternehmen einer Brache besser einordnen und dadurch auch schneller Entscheidungen treffen. Des Weiteren helfen Qualitätsmanagementsysteme auch dem Unternehmen selbst, seine Leistung langfristig zu steigern.

Qualitätsmanager/in:

Der Qualitätsmanager/in gilt als absoluter QM-Experte, er ist eine weitere Vertiefung der Funktion des Qualitätsmanagementbeauftragten. Qualitätsmanager/innen findet man vor allem in größeren mittelständischen und großen Unternehmen. Er arbeitet eng mit den Qualitätsmanagementbeauftragten zusammen, ist für die Weiterentwicklung des Qualitätsmanagementsystems verantwortlich und gibt interne Schulungen für Mitarbeiter.

Qualitätssicherung:

Die Qualitätssicherung ist ein Bestandteil des Qualitätsmanagements und umfasst alle organisatorischen und technischen Maßnahmen, die vorbereitend, begleitend und prüfend der Schaffung und Erhaltung einer definierten Qualität eines Produkts oder einer Dienstleistung dienen. Die Überprüfung erfolgt durch Eigen- sowie Fremdüberwachung.

Risikomanagement:

Risikomanagement ist die Tätigkeit des Umgangs mit Risiken. Aufgabe des Risikomanagements ist es, mit geeigneten Methoden Transparenz über die Risikosituation im Unternehmen zu schaffen, um so die Existenz des Unternehmens zu sichern. Risikomanagement trägt außerdem zu einer besseren Fundierung unternehmerischen Entscheidungen bei, denn durch Risikoanalysen kann die Implikation einer Handlungsoption für Ertrag und Risiko beurteilt werden.

Six Sigma:

Six Sigma (6σ) ist ein systematisches Vorgehen zur Prozessverbesserung unter Anwendung analytischer und statistischer Methoden. Das Besondere an Six Sigma im Vergleich zu anderen Prozessverbesserungsmethoden ist der mathematische Ansatz. So wird hier davon ausgegangen, dass jeder Unternehmensprozess als eine mathematische Funktion beschrieben werden kann. Die Bearbeitung der Six Sigma Projekte erfolgt meist durch die fünfstufige DMAIC-Methode.

Total Quality Management (TQM):

Total Quality Management ist ein ganzheitlicher Ansatz der Unternehmensführung, mit dem nachhaltige Qualität in allen Unternehmensbereichen erreicht werden soll. Unter Mitwirkung der gesamten Mitarbeiter werden alle Prozesse dahingehend überprüft, ob die Produkte oder Dienstleistungen durch hohe Qualität gekennzeichnet sind und den Erwartungen des Kunden entsprechen oder sie bestenfalls übertreffen.

Toyota Production System (TPS):

Das Toyota Production System ist ein Produktionskonzept, welches die Nutzung bestehender Einrichtungen, Maschinen, Materialien und Arbeitskräfte so effizient wie möglich gestalten will. Das TPS kann man sich als Haus vorstellen. Als Dach bildet die Spitze mit dem Ziel des TPS, das Erreichen höchster Produktivität bei hoher Qualität und pünktlicher Lieferung zum kleinstmöglichen Preis. Das Dach wird von zwei wesentlichen Säulen getragen, nämlich dem Just-in-Time-Prinzip (fertigungssynchrone Lieferung) und dem Jidoka-Prinzip (Qualität muss im Prozess entstehen).

Turtle Modell:

Die sogenannte Turtle-Methode ist eine Art der Visualisierung und Analyse von Prozessen und einzelner Prozessmerkmale. Die Informationen zur Prozessbeschreibung werden als Grafik in Form einer „Schildkröte“ visualisiert. Das Turtle Modell beinhaltet Prozess-Input, Prozess-Output, Ziele, Ressourcen, Beteiligte, Kennzahlen sowie Methoden.

Workflow:

deutsch = Arbeitsablauf

Der Begriff Workflow beschreibt eine definierte Folge von Arbeitsschritten. Er legt unter anderem fest, wer was bis wann erledigt haben muss, damit der Prozess abschlossen werden kann. Diese bewusste Auseinandersetzung mit idealen Arbeitsabläufen führt dazu, dass Fehler und Engstellen besser erkannt und optimiert werden können. Außerdem können so Wartezeiten vermieden und die Kommunikation zielgerichtet gestalten werden.

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